Reiseapotheke – das sollten Sie dabei haben

 

 

Dass man ausgerechnet im Urlaub krank wird, ist natürlich keine schöne Vorstellung. Jedoch ist es besser, man ist auf typische Beschwerden vorbereitet und kann die Urlaubszeit unbeschwert genießen, als dass man das eine oder andere Medikament braucht und es nicht zur Hand hat. Daher ist die richtig Zusammenstellung der Reiseapotheke genauso wichtig wie die Hausapotheke oder der Erste-Hilfe-Kasten im Auto.

Der genaue Inhalt der Reisapotheke ist unter anderem davon abhängig, welche Art von Urlaub man macht, welches Land man besucht und ob man Urlaub mit oder ohne Kindern macht. Bei einer Reise mit vielen sportlichen Aktivitäten, zum Beispiel Wandern oder Radfahren, ist es sinnvoller, die eingepackte Menge an Produkten zur Wundversorgung zu erhöhen, als bei einem reinen Wellness-Urlaub. Sind Kinder mit dabei, brauchen diese einen Sonnenschutz, der speziell auf ihre Haut abgestimmt ist. Außerdem sind viele Medikamente nicht für Kinder geeignet, diese braucht man dann in einer Ausführung, die für Kinder verträglich ist.

Je nach Land können zum Beispiel Medikamente gegen Malaria oder ein Moskitonetz notwendig sein oder auch sterile Einweg-Spritzen. Ein weiterer Faktor, der sich je nach Urlaubsland unterscheidet, sind benötigte Impfungen. Rücksprache mit dem Hausarzt zu halten, ob für den Urlaub noch eine Impfung erforderlich ist, erfolgt am besten frühzeitig, damit die Impfung bei Bedarf noch durchgeführt werden kann.

Abgesehen von Punkten, die auf den Urlaub selbst abgestimmt werden müssen, gibt es aber auch ein paar ganz grundsätzliche Dinge, die in die Reiseapotheke gehören. Ganz oben stehen hier regelmäßig benötigte Medikamente. Allergiker sollten unbedingt etwas gegen die Allergie einpacken. Diese Mittel packt man am besten ins Handgepäck und nicht in den Koffer, sollte sich der Koffer verspäten oder sogar verloren gehen, ist man so trotzdem versorgt. Außerdem sollten sie in so ausreichenden Mengen vorhanden sein, dass auch kein Engpass droht, wenn etwas verloren geht. Für einige Medikamente benötigt man ein Attest, damit man sie mitnehmen darf. Auch können manche von den Bestimmungen zur Einfuhr von Betäubungsmitteln im Urlaubsland betroffen sein, dies kann beispielsweise starke Schmerzmittel betreffen. Ist man auf solche Medikamente angewiesen, sollte man sich vorher informieren, um nicht in unangenehme Situationen zu geraten. Trägt man Kontaktlinsen, sind eventuell benötigte Behälter und Reinigungs-Flüssigkeiten wichtig, darüber hinaus am besten auch eine Ersatzbrille im Handgepäck, damit man diese im Notfall schnell zur Verfügung hat.

Was darüber hinaus immer in die Reiseapotheke gehört ist eine Grundausstattung zur Wundversorgung wie zum Beispiel Einmal-Handschuhe, Schere, Mullbinden, Pflaster und Salbe. Mittel gegen Durchfall, Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden gehören ebenfalls hinein, außerdem Medikamente gegen Reisekrankheit, Schmerzen, Fieber und Erkältung, am besten sowohl etwas gegen Schnupfen als auch gegen Husten. Um Fieber überhaupt messen zu können, sollte entsprechend auch ein Fieberthermometer im Gepäck sein. Desinfektionsmittel sollte ebenfalls mit in die Reiseapotheke, außerdem Insektenschutzmittel und eine Salbe oder ein Gel, wenn man doch gestochen wird. Abgesehen vom richtigen Sonnenschutz, der vom Hauttyp und der bereits vorhandenen Bräune abhängt, ist eine Creme gegen Sonnenbrand ebenfalls sinnvoll. Gerade bei einem Urlaub mit vielen sportlichen Aktivitäten können auch einmal Zerrungen oder Prellungen auftreten, eine Salbe, die dagegen hilft, sollte man also ebenfalls einpacken. Wenn man weiß, dass man zum Beispiel empfindlich auf unbekannte Speisen reagiert oder schnell zu Reisekrankheit neigt, stimmt man die Menge der Medikamente sicherheitshalber darauf ab.

Trotz aller Vorbereitung kann es immer vorkommen, dass man sich ein Medikament im Urlaubsland besorgen muss. Die lateinischen Namen der Wirkstoffe sind dabei eine bessere Bezeichnung als die Markennamen der Medikamente in Österreich. Vor allem bei Medikamenten, die im Zweifelsfall dringend benötigt werden, sollte man den Arzt oder Apotheker bitten, einem beim Aufschreiben der Wirkstoffe behilflich zu sein. Auch bei der genauen Zusammenstellung der Reiseapotheke können Arzt oder Apotheker am besten helfen, die Mitarbeiter ihrer Apotheke können auch kompetente Empfehlungen zu den benötigten Medikamenten geben.

 

 

Mehr Meer = mehr Gehörgangsentzündungen

 

Wer schon einmal davon betroffen war, weiß, wie schmerzhaft und anhänglich eine Gehörgangsentzündung (Otitis externa) sein kann. Besonders Aufenthalte im Wasser, das Schwimmen oder Tauchen, stehen im Verdacht, die Entstehung von Gehörgangsentzündungen zu begünstigen.

Wie kommt es zu einer Otitis externa?

Bakterien und Pilze gedeihen bevorzugt im feucht-warmen Klima – Wasser und Sommersonne sind also gute Voraussetzungen für die Entwicklung der auch als Taucherohr oder Bade-Otitis bezeichneten Erkrankung. Doch auch ein Saunabesuch, übertriebene Hygiene (wenn man das Ohr falsch oder zu oft – das Ohrenschmalz (Cerumen) hat schließlich eine Schutzfunktion – reinigt), kann die Gehörgangshaut geschädigt werden. Kleinste Verletzungen dienen Keimen als Eintrittspforte. Lärmschutz-Ohrstöpsel oder In-Ear-Kopfhörer (solche, die ins Ohr gesteckt werden – vielleicht beim Sporteln und Schwitzen im Sommer), die verhindern, dass das Ohr regelrecht belüftet wird, können ebenfalls eine Otitis externa provozieren. Krankheiten, welche grundsätzlich die Haut beeinflussen, wie Psoriasis, Diabetes mellitus oder Akne wirken sich auch auf die Beschaffenheit/Anfälligkeit der Gehörgangshaut aus. Und schließlich können auch physische Gegebenheiten wie die Form des Gehörgangs dazu führen, dass Erreger sich leichter einnisten und eine Entzündung auslösen können.

Woran erkenne ich, dass eine Entzündung im (Gehör-)Gange ist?

Entzündet sich die Gehörgangshaut, schwillt sie an und sondert Sekret ab. Anfangs äußert sich das durch Juckreiz – auch das Gefühl, sich immer häufiger die Ohren reinigen zu wollen, kann durch eine beginnende Otitis externa entstehen. Der Juckreiz wird zunehmen und anschließend heftige, meist ziehende oder stechende Schmerzen an seine Stelle treten, die sich verstärken, wenn die Ohrmuschel (auch über den Kiefer beim Kauen und Sprechen) bewegt oder Druck auf den Knorpel vor dem Gehörgangs-Eingang ausgeübt wird. Flüssigkeit kann aus dem Gehörgang austreten, er kann an- oder zuschwellen. Hierdurch wird das Hörvermögen beeinträchtigt, möglicherweise kommt auch Fieber dazu.
Die beste Reaktion ist eine schnelle, deshalb nicht abwarten, wie sich die Sache entwickelt, sondern gleich bei den ersten Anzeichen einen HNO-Arzt aufsuchen. Mit einem Blick in den Gehörgang wird dieser feststellen, ob hier tatsächlich Rötung und Schwellung, also eine Otitis externa, vorliegt; weiter kann er per Abstrich die auslösenden Übeltäter (Bakterien, Pilze oder Viren) identifizieren.

Die Behandlung beginnt gewöhnlich damit, dass der Arzt den Gehörgang vorsichtig (meist mit einem kleinen Sauger) von Schmutz und Sekret befreit. Oft wird, um abzuschwellen, eine kortisonhaltige Salbe angewendet. Ist die Entzündung bakteriell bedingt, werden antibiotische Ohrensalben oder -tropfen zum Einsatz kommen, bei Pilzinfektionen antimykotische. Reinigung und Behandlung müssen wiederholt durchgeführt werden. Wenn das Jucken bereits in Schmerz übergegangen ist, kann auch vorübergehend ein Schmerzmittel (Analgetikum) sinnvoll sein.
Normalerweise heilt, wird sie fachgerecht behandelt, so eine Gehörgangsentzündung zügig (innerhalb einer Woche) ab, ohne bleibende Spuren zu hinterlassen. Wird sie jedoch verschleppt, der Arztbesuch auf die lange Bank geschoben, kann sie sich im ganzen Ohr ausbreiten, Eiter kann sich sammeln. Hier ist ein verzögerter und langwieriger Abheilprozess vorprogrammiert.

Damit die Erholung nicht ins Wasser fällt: Vorbeugen

  • Vielleicht hat man uns im Kindesalter etwas ganz anderes beigebracht, dennoch: Wattestäbchen haben in unseren Ohren nichts verloren!
  • Die Ohren vor Wind und Nässe schützen – und sei es eine Badekappe, modische Aspekte dürfen vernachlässigt werden, wenn es um die Gesundheit geht; wichtig ist, dass sie gut abschließt und kein Wasser eindringt („Staunässe“ wäre kontraproduktiv).
  • Nach dem Verlassen des feuchten Elements unbedingt die Ohren gründlich abtrocknen.
  • Wichtig: Wenn man zu jener Spezies Mensch gehört, die sich „gerne“ wiederholt eine Bade-Otitis zuzieht, empfiehlt es sich, bereits vor Beginn der nassen Saison/des Urlaubs mit dem Ohrenarzt oder Ihrer Apotheke abzuklären, welche Arzneimittel/Ohrentropfen als Reise-Prophylaxe mitzuführen und im Fall der Fälle anzuwenden sind.

 

 

Ein Muss für Genuss ohne Reue: Sonnenschutz

 

Während trüber Tage heiß ersehnt, zeigt sie sich endlich in voller Pracht: die liebe Sonne! Nicht nur der Planet, sondern auch wir laufen dann zur Höchstform auf, seine ultravioletten Strahlen bringen unseren Stoffwechsel auf Trab, sie regen sogar die Atmung an und unsere Abwehrkräfte. Unsere Stimmung wird durch das Licht förmlich aufgehellt, die Hormonausschüttung gesteigert – wir genießen „Lady Sunshine“ mit Leib und Seele. Vitamin D3, eine wichtige Hormon-Vorstufe, die wir ohne UVB-Strahlen gar nicht bilden könnten, ermöglicht uns, Kalzium zu verwerten, dadurch die Knochen zu kräftigen und außerdem für eine regelrechte Funktion von Muskeln und Nerven zu sorgen. Zur Behandlung von beispielsweise Schuppenflechte (Psoriasis) und Neurodermitis kann UV-Strahlung medizinisch eingesetzt werden und auch der optische Effekt ist nicht zu leugnen: Die sprichwörtlich „gesunde Bräune“ steht uns gut zu Gesicht. Viele Argumente mehr gäbe es aufzuführen, die für die liebe Sonne sprechen – doch sie alle dürfen nicht als Freibrief für stundenlanges ungeschütztes „Brutzeln“ in derselben betrachtet werden.

Die Schattenseiten der Sonne

„Jedes Ding ist Gift und kein Ding ist ohne Gift, allein die Menge macht das Gift.“ Das hat Paracelsus bereits erkannt – und bezogen auf die Sonnenbestrahlung steht außer Zweifel, dass zu viel des Guten teils irreparable Schäden bedingen kann.
Beispiel Sonnenbrand: Bei einem Sonnenbrand (eine Reaktion auf zu lange und/oder zu intensive Sonnenexposition) entzünden sich auch die tieferen Hautschichten, Rötung, Schwellung, Juckreiz und Schmerz sind die die Akutsymptome, im Extremfall kommt es sogar zu Blasenbildung. Allerdings dringen die UV-A-Strahlen tief ein und beeinträchtigen auf Dauer die Kollagen-Neubildung (die Bildung jenes Proteins, das für die Elastizität der Haut zuständig ist) – vorzeitige Hautalterung und Faltenbildung sind die Folge. Und obwohl Sonnentanken in Maßen unser Immunsystem stärkt, bewirkt der übertriebene Konsum das Gegenteil, eine Störung desselben. Außerdem überfordern wiederholte Sonnenbrände unser Reparatursystem; Zellen können sich verändern und möglicherweise vermehren, Hautkrebs kann sich entwickeln.

Vorbeugen ist die beste Medizin

Zum Glück haben wir heute das Wissen und die Möglichkeiten, das Gute der Sonne zu nutzen, ohne uns ihren Gefahren auszuliefern. Da wir Menschen, im Gegensatz zu „anderen Säugetieren“ kein Fell mehr haben, sind textile Schutzmaßnahmen durchaus effektiv; um immer einen kühlen Kopf zu bewahren, gibt es modische Bedeckungen, die auch beim textilarmen Sonnen und Baden wenigstens diesen beschatten.
Weitsicht ist auch gefordert, was die Augen betrifft – intensive UV-Strahlung kann unsere Horn- und Netzhaut schädigen. Gute Sonnenbrillen sind entsprechend gekennzeichnet (z.B. UV 400).
Für jeden Hauttyp (wir beraten Sie gern) gibt es Sonnencreme, -gel, -spray oder -milch, die, rechtzeitig aufgetragen, längere Aufenthalte draußen ermöglichen. Generell gibt der Lichtschutzfaktor (LSF) Aufschluss über die Wirksamkeit – bei heller, empfindlicher Haut ist ein hoher LSF (mindestens 30) angebracht, für dunklere Hauttypen dagegen reicht normalerweise ein mittlerer Schutzfaktor von um 20. Im Zweifelsfall ist es sicherer, einem höheren LFS den Vorzug zu geben. Ein gutes Produkt schützt auch vor UV-A-Strahlung.
Wichtig ist, dass auch die Ohren, der Nacken oder die Fußrücken nicht vergessen werden. Bereits vor dem Anziehen der Badebekleidung den Körper einzucremen stellt sicher, dass auch, sollte diese etwas verrutschen, keine ungeschützten Bereiche bloßgelegt werden. Stark exponierte „Sonnenterrassen“ wie Nase, Wangen, Stirn, Dekolleté verlangen ebenfalls besondere Aufmerksamkeit! Eine spezielle Pflege mit hohem Lichtschutz für die empfindlichen Lippen ist zusätzlich zu empfehlen.
Nachcremen macht Sinn – insbesondere wenn durch Aufenthalte im Wasser, durch schweißtreibende Aktivitäten oder einfach durch Reibung der Kleidung auf der Haut und beim Abtrocknen der Schutz einer Erneuerung bedarf.
Kinderhaut ist besonders sensibel, das Schutzpigment Melanin wird noch nicht ausreichend produziert; Babys und Kleinkinder sollten deshalb nie direkt der Sonne ausgesetzt werden. Erst ab dem zweiten Lebensjahr, mit leichter, lockerer Kleidung und Sonnenhütchen (Kopf, Oberkörper und Schenkel des Nachwuchses möglichst bedeckt halten) in Kombination mit einer Kinder-Sonnencreme mit hohem LSF sind kurze Sonnen-Aufenthalte zumutbar.

Mit Sonne muss man immer rechnen, schon beim Spielen draußen im Kindergarten, beim Schulausflug, beim Sport im Freien oder dem Besuch im Straßencafé – deshalb sollten wir allzeit bereit sein, damit sie uns nicht „kalt erwischt“.
Zu bedenken ist auch, dass zwischen 11 und 15 Uhr die Strahlung am intensivsten ist – Menschen in südlichen Ländern setzen sich ihr aus gutem Grund um die Mittagszeit kaum freiwillig aus. Sonnenbaden oder Gartenarbeit sind außerhalb dieser brenzligen Phase viel gesünder.

 

Tanz der Vampire – Gib Mücken keine Chance

 

Die Gemeine Stechmücke, auch als nördliche Hausmücke oder Culex pipiens bekannt, macht ihrem Namen alle Ehre – die kann richtig gemein sein. Und ihre gesamte lästige Verwandtschaft aus der Familie der Stechmücken (Culicidae – mindesteins 100 Arten dieser Sippe gibt es allein in Mitteleuropa) steht ihr in Sachen Heimtücke und Gier in nichts nach. Besonders an lauen Abenden, wenn man sich nach einem langen heißen Tag endlich ohne Schweißausbrüche draußen bewegen kann, greifen die kleinen Blutsauger an. Plötzlich juckt es ganz schrecklich, man hat das dringende Bedürfnis, sich kräftig zu kratzen – doch genau das sollte man nicht tun. Was man dagegen tun sollte, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten, erfahren Sie hier.

Warum Stechmücken stechen

Bei Familie Mücke sind die Mädels blutrünstig, während die Jungs brav und genügsam Blütennektar nuckeln. Aber die Damen haben ihre Gründe dafür: Damit es Nachwuchs gibt, Eier entstehen und wachsen können, brauchen sie unter anderem das Blut-Eiweiß und nur deshalb stechen sie zu. Was tun Mütter nicht alles für ihre Kinder!

Zum Anzapfen benutzt die Mücken-Mutti in spe keinen Stachel, sondern einen Rüssel, mit dem sie die Haut nur sanft anritzt. Die Inhaltsstoffe des Schnaken-Speichels hemmen zum einen die Blutgerinnung (damit die „Quelle“ nicht vorzeitig versiegt) zum anderen wird die Einstichstelle betäubt. Das Weibchen hat dadurch genug Zeit, um sich gütlich zu tun. Meist erst nachdem es gesättigt entfleucht ist, reagiert unser Körper mit der Ausschüttung von Histaminen auf die Attacke und es kommt zu den bekannten Symptomen wie Schwellung, Rötung und Juckreiz.

Vorbeugen

Sinnvoll ist es, dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Stechmücken Feuchtigkeit lieben (schon stehendes Wasser in Regentonnen, Gießkannen oder kleinen Pfützen genügt ihnen als Brutstätte), dass sie bevorzugt in der Abenddämmerung auf Jagd gehen und uns Menschen in dunkler Kleidung eher zum Anbeißen finden als in heller. Je weniger Haut wir zeigen, umso weniger verlockend sind wir für die Blutsauger (sie können unseren Geruch schlechter wahrnehmen und haben weniger Angriffsfläche).

Fenstergitter, Vorhänge oder Moskitonetze über dem Bett sind bewährte Methoden, um den ungebetenen Gästen den Zutritt zu verwehren. Den Duft von Zitrone, Eukalyptus, Rosmarin, Zeder, Lavendel und Nelken sollen die kleinen Vampire ebenfalls nicht mögen – manche Zeitgenossen dekorieren aus diesem Grund Zitronenscheiben mit Gewürznelken und verteilen sie in den Räumen.

Eine gute und praktische Methode, den Angreifern aus der Luft den Appetit zu verderben, sind Repellents (lat. repellere = abwehren, zurückstoßen) Diese Anti-Mücken-Sprays sind für den Menschen unschädlich und finden in jeder Tasche Platz, um bei Bedarf zur Verfügung zu stehen. Wir unterstützen Sie gern bei der Auswahl des geeigneten Produktes und informieren über die richtige Anwendung.

Im Falle eines Mückenstiches

Wie eingangs bereits erwähnt: auf keinen Fall kratzen! Dadurch vergrößern wir die Mini-Wunde, Bakterien (vielleicht lauern sie unter den eigenen Nägeln?) können leichter eintreten und der Stich entzündet sich. Besser ist es, die Wärme-Kälte-Behandlung durchzuführen: Erst etwas relativ heißes (Teelöffel) auf die Einstichstelle drücken, dadurch können entzündungsprovozierende Proteine aus dem Mückenspeichel unschädlich gemacht werden – anschließend kühlen. Wasser oder auch Quark eignen sich dazu, bei der Verwendung von Eiswürfeln diese nie direkt auf die Haut legen, sondern in ein Tuch wickeln. Die Kälte lindert den Juckreiz.

Da Schwellung, Rötung und Juckreiz durch unsere körpereigene Histamin-Ausschüttung gefördert werden, enthalten spezielle Produkte (z.B. kühlende Gele oder Roll-On-Stifte) zur Behandlung von Insektenstichen Antihistaminika, dadurch tritt der lindernde Effekt schnell ein. Teils sorgen pflegende Inhaltsstoffe dafür, dass die Haut sich nach dem Stich schnell wieder erholt und beruhigt. Im Falle eines Falles ist es nützlich, so ein Mittel parat zu haben.

Nie wieder Fußpilz

 

Die Zehenzwischenräume jucken, es treten Rötungen auf, an den Füßen bilden sich Bläschen oder die Haut schuppt sich sehr stark – das sind typische Symptome von Fußpilz. Ausgelöst wird Fußpilz in den allermeisten Fällen von Fadenpilzen, die sich in der Haut, aber auch in den Haaren oder den Nägeln einnisten können. Ist die Infektion erst einmal aufgetreten, ist sie hoch ansteckend. Fußpilz kann sich auf die Fußnägel ausbreiten und dann zu einem Nagelpilz werden, auch Wundrosen können in der Folge entstehen. Betroffen sind vor allem Risikogruppen: Ältere Menschen, Diabetiker, Menschen mit geschwächtem Immunsystem aber auch Berufsgruppen, die täglich feste Arbeitsschuhe tragen müssen, in denen nicht genug Luft an die Füße herankommt wie zum Beispiel Bergleute oder Bauarbeiter. Sportler haben ebenfalls ein höheres Risiko, an Fußpilz zu erkranken. Das häufige Tragen von Turnschuhen kann Fußpilz ebenfalls begünstigen, denn wenn man stark ins Schwitzen kommt, sorgen die synthetischen Materialien schnell für ein feucht-warmes Klima um die Füße herum.

Warum gerade diese Gruppen häufiger betroffen sind, hängt mit der Art der Übertragung zusammen. Die Pilze verbreiten sich in erster Linie durch eine Schmierinfektion und bevorzugt in warmen und feuchten Bereichen. Anders ausgedrückt kommt es vor allem dort zu einer Ansteckung mit Fußpilz, wo viele Menschen barfuß unterwegs sind. Mögliche Ansteckungsorte sind daher Schwimmbäder, Umkleidekabinen, Hotelzimmer, Saunen, Campingplätze oder öffentliche Duschen.

Wenn Haut und Immunsystem intakt sind, werden die Pilze in aller Regel abgewehrt. Es gibt jedoch Faktoren, die die Infektion begünstigen. Dazu gehört es zum Beispiel, wenn man die Füße und vor allem die Zehenzwischenräume nicht richtig abtrocknet, bevor man Schuhe anzieht. Gerade bei warmem Wetter schafft man so ein warmes und feuchtes Klima. Kleine Risse in der Haut, wie sie schon durch Reibung enger Schuhe entstehen können, lassen Erreger wesentlich leichter eindringen. Synthetik-Materialien in den Socken machen es dem Fußpilz ebenfalls leichter, da die Füße schneller schwitzen und der Schweiß nicht aufgesaugt wird.

Ist es erst einmal zu einer Infektion mit Fußpilz gekommen, wird man ihn unter anderem dann am schnellsten los, wenn man Ansteckung und Ausbreitung vermeidet. Dazu gehört es zum Beispiel, ein eigenes Handtuch für die Füße zu benutzen und auch im Bett Socken zu tragen, damit sich die Erreger nicht auf die Bettwäsche übertragen. Handtücher und Bettwäsche werden dann am besten bei 90 Grad gewaschen. Obwohl Fußpilz juckt, sollte man nicht kratzen – damit könnte man den Pilz an andere Stellen übertragen. Eine aufgetretene Infektion sollte vor allem möglichst schnell behandelt werden, das ist in den meisten Fällen bereits mit Präparaten gegen Fußpilz machbar, die man in der Apotheke erhält.

Sollte sich der Fußpilz trotzdem nicht schnell verabschieden, sucht man am besten den Arzt auf. Dort wird zunächst eine Hautprobe genommen, um feststellen zu können, um welche Art von Pilz es sich genau handelt. Zudem lässt sich so feststellen, ob es sich tatsächlich um Fußpilz handelt oder um eine andere Hauterkrankung, die zum Verwechseln ähnlich aussieht. Um den Fußpilz dann zu behandeln, werden sogenannte Antimykotika, also pilzabtötende Mittel, verschrieben. Hier gibt es unterschiedliche Präparate mit verschiedenen Wirkstoffen. Welches Präparat der Arzt genau verschreibt, ist davon abhängig, mit welcher Art von Pilz man es zu tun hat, da die verschiedenen Wirkstoffe auf die Arten von Pilzen unterschiedlich gut wirken.

Im Endeffekt lässt sich Fußpilz, wenn früh genug mit der Behandlung begonnen wird, sehr gut behandeln und heilt auch wieder vollständig und ohne weitere Komplikationen ab. Damit der Fußpilz also ein für alle Male verschwindet, ist es wichtig, im Fall einer Infektion den Pilz so schnell wie möglich zu behandeln und eine Ausbreitung und Ansteckung zu verhindern. Auch vorbeugen, beispielsweise mit dem richtigen Schuhwerk und durch gründliches Reinigen und Abtrocknen der Füße nach einem Schwimmbadbesuch, ist entscheidend dafür, von Fußpilz nicht belästigt zu werden.

Autofahren und Medikamente

 

Die Mehrheit der Medikamente, die in Apotheken verkauft werden, erhalten die Kunden nach einer ärztlichen Verschreibung. Zu den Medikamenten, die ohne Rezept, also sozusagen in Eigenregie gekauft werden, zählen vor allem Schmerz- und Erkältungsmittel. Gemeinsam ist jeder Art von Medikamenten, dass die Beipackzettel und natürlich auch die Hinweise des Arztes unbedingt beachtet werden müssen. Dazu kann auch gehören, dass die Medikamente Auswirkungen auf das Bedienen von Maschinen und die Teilnahme am Straßenverkehr haben. Schätzungen zufolge werden ungefähr ein Viertel aller Unfälle durch die Einnahme von Medikamenten mit verursacht. Abgesehen davon, dass hier eine Verletzungs- oder sogar Lebensgefahr für sich selbst und andere besteht, drohen auch rechtliche Konsequenzen, wenn man einen Unfall unter dem Einfluss von Medikamenten verursacht hat. Zwar gibt es kein Gesetz, das Medikamente im Straßenverkehr grundsätzlich verbietet. Hat die Einnahme jedoch Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit, drohen Bußgelder von mehreren tausend Euro. Für Fahrfehler oder körperliche Ausfallerscheinungen können ähnliche Maßstäbe angelegt werden wie für Trunkenheitsfahrten, im schlimmsten Fall kann hier sogar eine Freiheitsstrafe verhängt werden. Auch für die Versicherung spielt es eine nicht unerhebliche Rolle, so kann zum Beispiel der Kasko-Schutz erlöschen. All das macht deutlich, dass man mit Medikamenten im Straßenverkehr keineswegs leichtfertig umgehen sollte und sich auch der Gesetzgeber hier wenig nachsichtig zeigt.

Bei ärztlich verschriebenen Medikamenten hat der Arzt die Pflicht, den Patienten über mögliche Beeinträchtigungen aufzuklären. Beachtet der Patient diese Hinweise jedoch nicht, ist er dafür alleine selbst verantwortlich. Bei apothekenpflichtigen, aber frei verkäuflichen Medikamenten ist es ganz allein Sache des Patienten, darauf zu achten, welche Auswirkungen oder Nebenwirkungen die Medikamente haben. So enthalten nicht wenige Medikamente, vor allem Mittel gegen Erkältung, relativ große Mengen an Alkohol, und dass Alkohol im Straßenverkehr verboten ist, ist allgemein bekannt.

Grundsätzlich sollte man seinen Arzt immer darüber informieren, welche Medikamente man einnimmt, vor allem, wenn man unterschiedliche Ärzte wegen verschiedener Beschwerden aufsucht. Nur wenn der Arzt die gesamte Medikamenteneinnahme kennt, kann er darauf eingehen und bei einer weiteren Verschreibung Wechselwirkungen vermeiden. Nimmt man ohne ärztliche Verschreibung Medikamente ein, so sollte man unbedingt darauf achten, wie man diese kombiniert! Auch unabhängig von der Teilnahme am Straßenverkehr kann es zu Wechselwirkungen kommen, die nicht zu unterschätzen sind. Die Hinweise zur Einnahme und Dosierung sind unbedingt zu beachten, auf Alkohol sollte man während der Einnahme von Medikamenten verzichten, schon allein deshalb, weil er deren Wirkung erheblich verstärken kann.

 

In einigen Fällen gelten auch generelle Fahrverboten, dies gilt zum Beispiel nach Augenuntersuchungen, wenn Patienten Tropfen zur Weitung der Pupillen bekommen haben. Auch nach Operationen, selbst wenn es ambulante Operationen waren bzw. nach einer Narkose gilt ein Fahrverbot von 24 Stunden. 

Allgemeine Anzeichen dafür, dass man nicht fahrtüchtig ist, sind beispielsweise Schwindel, Benommenheit, verschwommene Sicht oder starke Müdigkeit. Treten solche Warnsignale auf, sollte man Auto oder Fahrrad besser stehen lassen.

Wie sich Medikamente genau auswirken, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel Alter, allgemeiner Gesundheitszustand, Körpergewicht. Von diesen individuellen Faktoren abgesehen, kommt es auf die Wirkstoffe der Medikamente an. Auswirkungen auf die Reaktionsgeschwindigkeit und die generelle Aufmerksamkeit haben beispielsweise Beruhigungs- und Schlafmittel, aber auch manche Medikamente gegen Allergien. Allergiker, die Auto fahren müssen, sollten deshalb ein Medikament ohne diese Nebenwirkungen einnehmen.

Schwindel und Benommenheit könnten die Folge von Präparaten sein, die Morphin oder Codein enthalten, auch Mittel gegen Erkältungen können dazu führen. Die Wirkstoffe sind beispielsweise in Schmerzmitteln oder auch Mitteln gegen Husten zu finden. Auch Blutdrucksenkende Mittel können die genannten Beeinträchtigungen ebenfalls hervorrufen, zusätzlich kann es zu Schwindel kommen, wenn der Blutdruck zu stark abfällt.

Ebenfalls negativ beeinflusst wird die Teilnahme im Straßenverkehr durch Medikamente gegen Anfallsleiden oder auch durch Psychopharmaka. Dazu gehören zum Beispiel Antidepressiva, Beruhigungsmittel, oder auch Medikamente gegen Psychosen, sogenannte Neuroleptika. Auch wenn ein Patient auf ein Medikament eingestellt ist und das Medikament oder die Dosis geändert wird, ist erhöhte Vorsichtig geboten.

Wer unsicher ist, ob er nach er Einnahme von Medikamenten noch fahrtüchtig ist, wendet sich zur Sicherheit am besten an Arzt oder Apotheker.

Warzen schnell loswerden

 

So unterschiedlich die Erscheinungsbilder ausfallen können, so sehr unterscheidet sich auch die schnellste Art und Weise, sie wieder loszuwerden: Die Rede ist von Warzen, verschiedene Arten von Geschwülsten, die mehr oder weniger tief in die Haut reichen können. Einige liegen in der oberen Hautschicht, andere reichen viel tiefer oder wachsen im Laufe der Zeit. Meistens besteht die oberste Schicht aus festem Gewebe mit weicherem, empfindlicherem Gewebe darunter. Oft, aber nicht immer, sind sie auf kleine Bereiche begrenzt. Einige Arten sind ansteckend, andere nicht, auch die Beschwerden, die Warzen verursachen können, fallen unterschiedlich aus.

Die vielen verschiedenen Arten von Warzen haben jedoch gemeinsam, dass sie meistens von Erregern aus der Familie der humanen Papillomviren verursacht werden. Die Erreger finden über kleinste Verletzungen ihren Weg in die Haut. Je trockener die Haut ist, umso schneller bilden sich solche Verletzungen oder auch nur kleine Risse, die man nicht einmal bemerkt. Vom Übertragen des Erregers bis zum Auftreten einer Warze vergeht nicht unbedingt eine bestimmte Zeitspanne. Manchmal können hier Wochen dazwischen liegen oder sogar Monate. Tritt eine Warze auf, kann man also oft gar nicht mehr genau nachvollziehen, zu welchem Zeitpunkt man sich den Erreger eingefangen hat. Ob überhaupt eine Warze auftritt, hängt davon ab, wie stark das Immunsystem ist. Menschen mit eher schwachem Immunsystem, beispielsweise ältere Menschen oder Kinder, sind öfter betroffen, bei Menschen mit einer fitten Immunabwehr kann der Körper den Erreger oft unschädlich machen, bevor überhaupt eine Warze auftritt. Eine Ausnahme bilden die sogenannten Dellwarzen oder Alterswarzen. Diese werden durch andere Erreger hervorgerufen, der allerdings noch unbekannt ist.

Damit, dass Warzen durch Erreger ausgelöst werden und das Immunsystem diese bekämpft, hängt auch der schnellste Weg zusammen, sie loszuwerden: Entweder kann der Körper den Erreger sofort bekämpfen oder eine aufgetretene Warze verschwindet von alleine, wenn es dem Immunsystem schließlich gelungen ist. Dabei besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Warzen ausbreiten oder dass es zu einer Ansteckung kommt. Zudem sind Warzen im Grunde harmlos, können aber je nach Körperstelle Beschwerden verursachen. Gerade Dornwarzen können im Laufe der Zeit wachsen und schließlich beim Gehen schmerzhaft zum Beispiel auf die Knochenhaut drücken. Warzen zu entfernen, ist daher grundsätzlich durchaus sinnvoll.

Als Hausmittel eignet sich dazu beispielsweise Schöllkraut. Hierbei ist Vorsicht geboten, da das Kraut giftig ist, es sollte daher auf keinen Fall verschluckt werden. Der Saft wird auf die Warze aufgetragen und sorgt dafür, dass diese nach ein paar Tagen verschwindet. Weitere Hausmittel, die in Verbindung mit dem Entfernen von Warzen genannt werden, sind Teebaumöl, Apfelessig, Wolfsmilch, Ringelblumensalbe, Aloe Vera und Schwedenbitter-Auflagen. Bis die Haut wieder vollständig abgeheilt ist, kann es hier aber unter Umständen mehrere Monate dauern.

Eine weitere Möglichkeit ist die Vereisung der Warze durch ein spezielles Präparat, das ebenfalls direkt aufgetragen wird. Je nach Präparat kann es hier eine Weile, in aller Regel ein paar Tage, bis zum Verschwinden der Warze dauern, unter Umständen muss die Anwendung wiederholt werden. Die entsprechenden Präparate sowie Beratung zur Anwendung erhält man in der Apotheke.

Auch Hautdesinfektionsmittel oder Salicylsäurelotion kann man verwenden, um Warzen schnell loszuwerden. Dazu trägt man sie mehrmals täglich auf.

Bei all diesen Behandlungsmethoden sollte man darauf achten, dass man die Warze nicht aufkratzt und vorsichtig sein, wenn eine Warze beim Lösen aus dem umliegenden Gewebe blutet. Das Blut kann die verantwortlichen Erreger enthalten und ist daher ansteckend.

Verursachen die Warzen Beschwerden und lassen sich durch eins der genannten Mittel nicht selbst entfernen, müssen sie chirurgisch entfernt werden. Das geschieht zum Beispiel unter der Verwendung von Laser.

Vorbeugen lässt sich bei Warzen nur schwer. Die HPV-Impfung gegen humane Papillomviren, die grundsätzlich dazu da ist, vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen, beugt auch der Entstehung von Feigwarzen vor. Gegen die anderen Arten von Warzen kann es helfen, dass man Barfußlaufen an Orten mit höherer Ansteckungsgefahr, wie beispielsweise in Schwimmbädern, vermeidet und grundsätzlich das Immunsystem stärkt. Auch eine gesunde Haut, die nicht zu trocken wird, hält die verantwortlichen Erreger fern.

Händedesinfektion – im Urlaub besonders wichtig

 

 

 

 

 

Keine/r von uns macht sich gerne die Hände schmutzig – doch manchmal lässt sich das nicht vermeiden. Und leider ist jener Schmutz, der mit den Augen gar nicht zu erkennen ist, besonders tückisch und gefährlich: Im Alltag und verstärkt auf Reisen bekommen wir ständig Dinge in den Griff, auf denen sich Krankheitserreger, Bakterien und Viren, tummeln können. Bereits im Jahr 2009 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Tag der Händehygiene ins Leben gerufen (er fand dieses Jahr im Mai statt), um immer wieder die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, wie wichtig saubere Hände für den Erhalt unserer Gesundheit sind. Besonders umfangreiche Vorgaben diesbezüglich gelten für medizinisches Personal, doch auch für Privatpersonen lohnt es sich, gewisse Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Insbesondere im Urlaub sollte man nicht von der Hand in den Mund leben, es sei denn, man ist sich sicher, dass nicht nur die Nahrung, sondern auch unsere Hände frei von Krankheitskeimen sind.

Es gibt unzählige Gelegenheiten, gerade unterwegs, Keime aufzugreifen: In allen öffentlichen Verkehrsmitteln und bereits beim Lösen der Fahrkarte, an sämtlichen Türklinken oder Handläufen halten sich nicht nur Menschen, sondern auch Mikroorganismen fest. Besonders gilt dies natürlich für den im Sanitär- und Toilettenbereich.

Händedesinfektion hilft
Dass die Hände nach der Ankunft zuhause und besonders vor der Essenszubereitung/dem Einnehmen einer Mahlzeit und nach dem Toilettengang gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden (Wasser alleine genügt nicht), ist klar.
Anders dagegen verhält sich das unterwegs, in fremden Ländern (unter fremden Keimen) – wo wir nach der Zug- oder Busfahrt, nach dem Kontakt mit Menschen und vor dem Imbiss keinen Zugriff auf Wasser und Seife haben. In diesem Fall sind Hautdesinfektionstücher, -sprays oder -gels ein Segen; auch das Robert-Koch-Institut in Berlin hat erklärt, dass Händedesinfektion eine gute Alternative zum Händewaschen bietet. Beispielsweise der gerne als Montezumas Rache bezeichnete Reisedurchfall wird nicht selten von keimbelasteten Händen und nicht nur von ebensolchen Nahrungsmitteln verursacht.

So geht Händedesinfektion

 

  • Vor der Behandlung sollten die Hände trocken sein.
  • Bei der Verwendung von Flüssig-Desinfektion brauchen Sie ungefähr die Menge, die Platz in Ihrer hohlen Hand findet.
  • Anschließend werden Flüssigkeit oder Gel gleichmäßig verteilt (Bewegung wie beim Händewaschen) – auch die Daumen, Fingerzwischenräume, die Nagelfalze und Fingerspitzen damit einreiben.
  • Wenn nicht anders angegeben, reicht ungefähr eine halbe Minute, bis das Mittel komplett eingezogen ist und seine Wirksamkeit entfaltet; nicht erneut abspülen oder zusätzlich abtrocknen.
  • Mit den praktischen Desinfektionstüchern wird ähnlich verfahren, auch hier gründlich vorgehen.
  • Verwenden Sie nur zertifizierte Produkte, wir in Ihrer Apotheke beraten Sie gern.

Bei den Hauptwirkstoffen der Mittel zur Händedesinfektion handelt es sich meistens um Ethanol, Propanol und Isopropanol, auch in Kombination. Diese Alkohole schaden der Haut nicht, wirken gegen viele Mikroorganismen und trocknen rasch. Zwar lösen sowohl das herkömmliche Waschen mit Seife als auch die Händedesinfektion das natürliche Hautfett, beim Desinfizieren kann aber ein Teil davon wieder von der Haut aufgenommen werden, da es nicht abgespült und beim Abtrocknen weggerieben wird.

Und noch ein paar Tipps …

Wenn in Toiletten kein Einmal-Handtuchspender sondern nur die mehrfach benutzte Stoffvariante zur Verfügung steht, lieber Papiertaschentücher benutzen oder die Hände lufttrocknen lassen (sonst könnte man sich das Waschen gleich sparen).
Türklinken lassen sich auch mit dem Ellbogen drücken und Schwingtüren müssen nicht zwingend an der Soll-Anfass-Stelle mit den Händen berührt werden.
Auf das Streicheln von Straßenhunden oder -katzen sollte besser verzichtet werden – instruieren Sie auch Ihre Kinder entsprechend; desinfizieren Sie gründlich, falls doch ein Kontakt zustande gekommen ist.
Neben ausreichend Papiertaschentüchern und Händedesinfektion kann außerdem das Mitführen von Flächendesinfektionsspray/-tüchern sinnvoll sein, damit zum Beispiel Toilettensitze oder anderes Interieur entspannt benutzt werden können.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Urlaub!

Blutverdünnung: Gut zu wissen!

 

 

 

Unser Blut hat die wunderbare Eigenschaft, dass es – normalerweise flüssig, um problemlos in alle Regionen des Körpers transportiert werden zu können – bei Bedarf gerinnen kann, damit Wunden sich selbstständig verschließen und wir nicht verbluten. Ist aber dieses fein justierte Gleichgewicht von Fließ- und Gerinnungsfähigkeit gestört, kann das zu lebensgefährlichen Situationen führen.

Hat sich etwa ein Blutgerinnsel (Thrombus) gebildet, besteht die Gefahr, dass dieses wie ein Pfropf das Gefäß verschließt (Gefäßverschluss, Thrombose). Begibt sich der Thrombus sogar auf Wanderschaft (oder Teile davon, die sich gelöst haben) wird er zum Embolus und kann die Blutversorgung blockieren. Herzinfarkt, Schlaganfall oder Lungenembolie können die Folge sein. Um dies zu vermeiden, werden in Deutschland circa eine Million Menschen mit erhöhtem Thromboserisiko längerfristig mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt, mit so genannten Blutverdünnern (Antikoagulantien). Die individuell richtige Dosierung zu bestimmen, ist die Kunst – schließlich soll weder die Bildung von Gerinnseln noch die unkontrollierter Blutungen riskiert werden.
Die häufigsten Indikationen für die Anwendung von Blutverdünnern

 

  • Vorhofflimmern: Diese Herzrhythmusstörung führt dazu, dass die einzelnen Blutbestandteile in den Vorhöfen des Herzens nicht mehr ausreichend durchmischt werden – das begünstigt die Entstehung von Blutgerinnseln, die mit dem Blutstrom weitertransportiert und im Gehirn einen Schlaganfall verursachen könnten.
  • Nach der Implantation mechanischer Herzklappen.
  • Wenn Menschen bereits eine Thrombose/eine Embolie erlitten haben und der Neubildung von Blutgerinnseln vorgebeugt werden muss.
  • Genetisch bedingte Gerinnungsstörungen.

Verschiedene Arten von Medikamenten, die die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herabsetzen
Die Klassiker gehören der Wirkstoffgruppe „Cumarine“ an und haben so bekannte Namen wie Marcumar oder Falithrom – sie werden meist längerfristig oder sogar lebenslang eingesetzt. Ihre Einnahme erfolgt oral und sie erreichen ihre volle Wirksamkeit erst nach einigen Tagen. Im Gegenzug hält die Wirkung auch nach dem Absetzen (oder wenn eine Dosis ausgesetzt wurde) an. Die richtige Einstellung ist so wichtig wie schwierig, da Nahrungsmittel und Medikamente die Wirkung herabsetzen können: Außergewöhnlich große Portionen an Vitamin K-haltigem wie Gemüse beispielsweise oder Arzneien wie das Gichtmittel Allopurinol, bestimmte Antibiotika, Barbiturate oder Salicylate. (Wir helfen Ihnen gern dabei, Ihre Medikamente in puncto Wechselwirkungen zu überprüfen).
Die regelmäßige ärztliche Kontrolle der Blutgerinnungsfaktoren (Quick-/INR-Wert) ermöglicht eine Anpassung der Dosierung.
Bereits seit 2011 sind „direkte Thrombin-Hemmer“ und „direkte Factor-Xa-Hemmer“ auf dem Markt, bei denen, da sie unabhängig vom Vitamin-K-Stoffwechsel arbeiten, weder stark auf die Ernährung geachtet werden muss noch häufige Laborkontrollen anstehen. Die Wirkung der so genannten NOAKs (neue orale Antiakoagulantien) tritt schneller ein als die der Cumarine und lässt entsprechend schneller nach – das kann von Vorteil sein, wenn etwa eine spontane Operation erforderlich ist – aber auch von Nachteil, da pünktlich eingenommen werden muss und sich vergessene/übersprungene Dosen direkt auswirken. Liegt eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion vor, ist bei der Einnahme von NOAKs, deren Vertreter Rivaroxaban, Apixaban oder Dabigatran heißen, Vorsicht geboten bezogen auf die Blutungsgefahr bei Überdosierung.
Wichtig für alle, die Gerinnungshemmer einnehmen:

 

  • Das Bewusstsein, dass dadurch eine erhöhte Blutungsgefahr besteht; Verletzungen können trotz ausgewogener Dosierung länger und stärker bluten (Druckverband).
  • Der Gerinnungshemmer-Ausweis, der Aufschluss über das Medikament, den Grund der Einnahme und die Dosierung gibt, muss immer mitgeführt werden.
  • Jeder behandelnde Arzt muss über die Einnahme informiert werden. Sowieso vor allen anstehenden Operationen und Untersuchungen, aber auch bei Zahnarztbesuchen. Vor Eingriffen kann auch eine Änderung der Medikation erforderlich sein.
  • Dass insbesondere die Wirkung von Cumarinen (Vitamin-K-Antagonisten) durch andere Medikamente (z.B. einige Antibiotika) beeinflusst werden kann, muss beachtet werden. Erkundigen Sie sich immer bei Ihrem Arzt oder Apotheker (auch bei nicht rezeptpflichtigen Arzneien) und lesen Sie die Packungsbeilage.
  • Vor Injektionen in den Gesäßmuskel oder in Gelenke auch unbedingt den Arzt ausdrücklich darauf hinweisen, dass und welche blutverdünnenden Medikamente eingenommen werden.
  • Die Dosierung sollte nur nach Rücksprache mit einem Arzt verändert werden, da ein Zuviel oder Zuwenig schwerwiegende Folgen haben kann.
  • Sportarten, die ein erhöhtes Verletzungsrisiko mit sich bringen, sollten vermieden oder nur betrieben werden, wenn sie ärztlich „abgesegnet“ sind.
  • Sofort in ärztliche Behandlung/in die Notfallambulanz sollten Sie sich im Falle spontan auftretender Blutungen (ohne ersichtlichen Grund) begeben; ebenso wenn Blut durch den Urin ausgeschieden wird oder durch den Enddarm und selbstverständlich wenn sich nach einer Verletzung die Blutung nicht stillen lässt.
  • Auch Kopfschmerzen, Seh- oder Sprachstörungen, Ausfallserscheinungen (Lähmungen) müssen unverzüglich ärztlich abgeklärt werden.

Rauchen aufgeben und 10 Jahre länger leben

“An irgendwas muß man ja sterben”, ist ein sehr beliebter Satz unter Rauchern, wenn es darum geht, das Rauchen aufzuhören. Das stimmt – doch den Zeitpunkt und die Lebensqualität kann man mit dem Rauchstopp selbst beeinflußen.

Im Schnitt leben Raucher, die vor ihrem 40. Geburtstag mit dem Rauchen aufhören, 10 Jahre länger. Die Leiden, die bei einem Raucher häufiger auftreten als bei Nichtrauchern sind vielfältig. Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schlaganfälle sowie verschiedenste Krebsarten sind die Folge. Ein Raucher hat ab 40 mit einer verringerten Lebensqualität aufgrund von Krankheiten zu kämpfen, und damit auch mit einer geringeren Lebenserwartung zu rechnen.

Doch jeder Körper ist in der Lage, sich von den Folgen des Rauchens zu erholen. Das geht aber nicht unbegrenzt. Es muss vor dem 4. Lebensjahrzent sein. Nun zu denken, man kann bis 40 Jahre rauchen und hört dann auf, ist ein Irrglaube. Ein Nichtraucher hat im Vergleich immer noch eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, über 80 Jahre alt zu werden.

Aufzuhören ist sehr schwierig, laut internationalem Diagnoseschlüssel fällt das Rauchen unter die Kategorie der schwerwiegenden Suchterkrankungen. Hierzu zählt auch die Drogensucht. Deshalb ist es von Bedeutung, dass sich junge Erwachsene nicht diesem Laster zuwenden. Zum Entwöhnen gibt es viele Methoden, wie zum Beispiel Akupunktur, Pflaster, Kaugummi oder Sprays. Die Wahrscheinlichkeit, es beim ersten Versuch auch wirklich zu schaffen, liegt aber statistisch gesehen unter 20 Prozent. Um die Sucht zu besiegen, bedarf es also einer enormen Willenskraft.

Deshalb ist es umso wichtiger, mit dem Rauchen erst gar nicht zu beginnen oder so schnell wie möglich wieder aufzuhören. Der ideale Zeitpunkt ist gestern! Rauchen verringert die Lebensqualität in der 2. Lebenshälfte dramatisch. Auch die Lebenserwartung ist deutlich geringer. Wenn Sie den Willen haben, aufzuhören, suchen Sie Hilfe. Ärzte und Apotheker unterstützen Sie gerne dabei.